Alice Springs ist eine Stadt im Bundesterritorium Northern Territory und liegt auf halbem Weg zwischen Darwin und Adelaide. Historische Gebäude und Exponate in der Telegraph Station Historical Reserve erinnern an die Geschichte der Stadt, die im Jahr 1872 als Posten auf der transaustralischen Telegrafenleitung zwischen Darwin und Adelaide gegründet wurde. Als ich das erste Mal in Australien war, ist der Flug von Uluru nach Alice Springs ausgefallen. Dieses Mal war ich gespannt auf die Stadt, die während des Goldrausches in Australien eine Rolle spielte.

Doch es kam anders: Jetzt, da ich dies schreibe, habe ich die Bronchitis mit vielen Nebeneffekten fast überstanden. Es liegen aber auch einige Tage hinter mir/uns, in denen ich zu nichts Lust hatte und mich hauptsächlich „geschont“ habe. Besonders die Nächte waren gefüllt mit Hustenanfällen. So hatte Thomas, bei dem der Infekt nicht ganz so stark verlief, auch die Möglichkeit Schlaf nachzuholen.

Für Alice Springs war nur eine Übernachtung vorgesehen. Nach dem wir unseren Mietwagen abgeholt haben, ging es erst mal wieder zur Apotheke und dann zum Hotel. Am Abend suchten wir uns über Tripadvisor ein Restaurant, doch das gab es nicht mehr. Ein Stückchen die Straße hinauf tobte das Leben in einer Bar, dort konnte man Pizza essen. Während wir auf unsere Pizzas warteten, hatten wir ein nettes Gespräch mit einem Schweizer Ehepaar. Die hatten die vergangenen vier Tage im Kings Canyon und Uluru verbracht und zeigten uns voller Begeisterung ihre Bilder von Sonnenauf- und Sonnenuntergang an beiden Orten.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Kings Canyon. Die Strecke dorthin führte durchs Outback, teilweise auf Offroadstraßen. Genau das, was ich mal mitgemacht haben wollte. Ehrlich gesagt war ich froh, dass Thomas den größeren Teil der Offroad-Strecke am Steuer saß, die hatte es wirklich in sich. Erst fing es sanft und eben an und wir vermuteten, dass die Strecke für Touristen aufbereitet wurde.

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Doch dann zeigte die Strecke ihr wahres Gesicht. Mit einem alten Waschbrett vergleichbar, verlangte sie höhere Geschwindigkeiten, damit der Wagen nicht so durchgeschüttelt wurde. Dadurch ging aber die Bodenhaftung verloren und dann war da noch der Staub … Insgesamt begegneten uns auf der Strecke von über 150 km Länge 6 Fahrzeuge, eins davon war ein Lastwagen mit zwei Anhängern. Im Gegensatz zu den PKWs fuhr der Lastwagen nur ganz langsam. Ob uns jemand folgte, konnten wir wegen der Staubwolke hinter uns nicht entdecken, überholt hat uns jedenfalls keiner. Erwähnen sollte ich noch, dass zumindest auf der Strecke, die wir gefahren sind, die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt ist, darunter ginge es aber auch nicht. So manches Mal hatten wir schon Angst um unser Auto und ich war heil froh, als wir wieder das „Straßennetz“ erreicht hatten. Es war ganz schön aufregend und die vielen Autoreifen ließen erahnen, dass es nicht immer so gut abgelaufen ist. Doch ich freu‘ mich immer noch darüber, dass wir es gemacht haben.

Nur noch eine kurze Strecke über Asphalt und wir konnten unsere Lodge im Kings Canyon beziehen.

Nun wollten wir auch einen dieser tollen Sonnenuntergänge erleben, kamen dabei wieder ins Gespräch mit einem Ehepaar aus Bern. Es sah alles gut aus, die Sonne hatten den Horizont fast erreicht.

Doch dann zogen Wolken auf und weg war die Sonne. Also morgen dann, sagten wir uns und begaben uns zum Abendessen.

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Am nächsten Tag regnete es. Das passte mir in den Kram, ich wollte den Rim Walk, der oben auf dem Canyon entlangführte, nicht ablaufen. Bereits der Aufstieg sah sehr beschwerlich aus. Am späten Nachmittag spazierten wir die kürzere Strecke am Boden des Canyons entlang. Dieser Weg war durch herab gestürzte Steinmassen am Ende des Canyons um weitere 50 Meter gekürzt worden. War uns recht, denn bei Regen machte es nicht so viel Spaß auf den rutschigen Steinen zu laufen und den vielen anderen Besuchern des Canyons auszuweichen. Bei der Lautstärke konnte Tierentdeckung bzw.-beobachtung nur eine Wunschvorstellung bleiben.

Dann war auch schon wieder Zeit für Sonnenuntergang „public viewing“ – welche Sonne – den lassen wir ausfallen. Auf dem Weg zum Essen durften wir dann feststellen, dass kurz vor Sonnenuntergang der Regen aufgehört und die Sonne die Wolkendecke über dem Horizont aufgerissen hatte. Wir haben leider nur noch das dunkle Violett an den Canyon-Wänden mitbekommen.

Unsere Route

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