Wir sind nun schon über eine Woche hier und fast täglich passiert etwas Interessantes. Ursprünglich wollten wir nächsten Donnerstag Ubud den Rücken kehren und uns an der Küste etwas suchen. Doch wir haben es mit dem Roam so gut getroffen, dass wir den gesamten Urlaub hier verbringen werden.

Gestern Morgen kamen wir tatsächlich rechtzeitig aus den Betten und ließen uns mit dem Taxi zum Markt bringen. Dieser bietet wie schon erwähnt die frischen Produkte nur früh morgens an. Wir hatten zwar vor, zusammen mit Sara & Dillon den Markt zu durchstöbern, konnten sie dort angekommen aber nicht wiederfinden. Klar als Touristen zu erkennen nannten uns die Händler Preise für ihre Waren, die um ein Vielfaches höher lagen als für Einheimische. Ich war auch bereit zu feilschen, doch sie wussten, dass ich das Produkt kaufen würde, und ließen nicht mit sich handeln. Wir hätten einfach gehen sollen …

Sara und Dillon hatten für ihren Einkauf Unterstützung durch Fenny, kamen somit besser weg. Nach dem Marktbesuch hatten wir uns noch einmal hingelegt, und als wir dann so gegen 10:00 Uhr unser Frühstück fertiggemacht haben, waren Sara & Dillon schon dabei das Abendessen zuzubereiten. Dillon, die in New Orleans aufgewachsen war, hatte zusammen mit Sara für den Abend eingeladen zu „Classic Cajun Dish“, rote Bohnen mit Reis. Da beide Vegetarier sind, gab es von dem Gericht natürlich die vegetarische Variante. Pünktlich um 19:00 Uhr war der Bereich in und um unsere Gemeinschaftsküche gut besucht. Zu dem Gericht gab es frisch getoastetes Brot mit in Butter gedünstetem Knoblauch, das Ganze schmeckte hervorragend.

Heute hieß es wieder „früh“ aufstehen. Um 08:15 Uhr wurden wir abgeholt zu einem balinesischen Kochkurs. Thomas hatte dies auch wieder kurzfristig über Tripadvisor gefunden und gebucht. Der Kurs startete mit einem Marktbesuch. So sahen wir, dass dieser viel größer ist und die Markthalle über mehrere Etagen verfügt. Hier wurden uns die heimischen Produkte vorgestellt und wir erfuhren etwas über die Preisgestaltung, über die ich weiter oben schon berichtet habe. Außerhalb der Hallen sind die Waren meist teurer, weil „hohe touristische Nachfrage“. Am Beispiel von angebotenem salzigem Fisch erfuhren wir, dass Fliegen auf diesem auch was Gutes bedeuten. Wäre der Fisch mit chemischen Mitteln behandelt, würde diese nämlich davon fernbleiben. Es gab Früchte zu probieren: Rambutan, Salak (Schlangenfrucht), grüne Bananen. Etwas versteckt gab es dort auch Mangostin, leider waren die nicht genießbar, ein Teil war noch unreif, hellgrüne Farbe, ein anderer Teil überreif, zwar hatte die Schale die gewünschte dunkle Farbe, doch sie war hart. Dank unseres Aufenthalts im Roam hatten wir gegenüber den anderen Kursteilnehmern einen Wissensvorsprung. Fenny vom Roam sorgt immer wieder für frische Früchte vom Markt für die Gemeinschaft.

In den privaten Räumen des Veranstalters durften wir zusammen mit 14 weiteren Interessenten Gerichte wie Sate Lilit Ayam, Kare Ayam, Gado Gado zubereiten. Die Vorbereitung sowie der Ablauf waren sehr professionell. Für die Gerichte zu verwendende Produkte wie Fleisch, Gemüse, Gewürze waren in Schalen dekorativ angeordnet. Bei Gewürzen wie z. B. verschiedene Ingwersorten wurde separat auch die ungeschälte Form gezeigt.

Kaum hatten wir ein entsprechendes Gericht zubereitet, wurden, während uns noch mehr dazu erklärt wurde, die Pfannen und Schüsseln ausgetauscht und wir konnten so das nächste zubereiten.

Als wir dann gut gesättigt wieder daheim waren, der Kurs allein hatte trotz des zügigen Ablaufs fast drei Stunden gedauert, brauchten wir eine Pause. Wieder auf unserer Dachterrasse warteten wir auf den nächsten großen Regen. Dieser ließ trotz der vielen vorbeiziehenden Wolken auf sich warten, doch um 19:30 Uhr war es dann so weit.

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