Wir waren noch am Koffer packen, da servierte uns Darilyn & Les unser Frühstück. Dabei wurden erneut die Beobachtungen an den Nachtsichtkameras ausgetauscht. Draußen auf dem Balkon meldeten sich die Papageien, sie wollten auch Sonnenblumenkerne verzehren. Wie schnell die die Kerne von der Schale getrennt haben. Kaum hatten sie den Kern aufgenommen, vielen die Schalen herunter. Leider war die Kamera schon verstaut, so konnten die großen Black Cockatoos (schwarze Kakadus) nicht mehr erfasst werden.

Der Abschied von Darilyn & Les und der schönen Anlage fiel uns wirklich schwer, doch es zog uns weiter nach Foster North. Auf den Weg dorthin machten wir einen Halt in Port Albert. Auf dem Schild über der Eingangstür zum einzigen Laden in dem Ort konnten wir lesen, dass dieser, bereits seit 1857 existierte. Der Ort, geprägt wie der Name schon sagt durch seinen Hafen, hatte kein Café oder Restaurant. Nach dem wir die im Hafen liegenden Jachten begutachtet hatten, fuhren wir weiter.

Seit Lakes Entrance befanden wir uns wieder im Bundesstaat Victoria (Melbourne), hatten also New South Wales (Sydney) wieder verlassen. Große Rinderfarmen befanden sich entlang unserer Strecke, die im letzten Teil uns in die Berge hinauf führte. Ich freute mich schon auf eine Unterbringung hoch oben mit einem tollen Ausblick, doch die letzten Kilometer ging es wieder bergab. Desto überraschter waren wir beide, als wir „Llarrinda Bed & Breakfast“ erreichten: Was für einen Anlage, trotz regnerischem Wetter konnten wir in der Ferne das Meer erkennen.

Die Gastgeberin Linda, aus England stammend war vor 35 Jahren mit ihrem Mann Larry, einem Amerikaner, der im westlichsten Teil des Bundesstaates New York aufgewachsen ist, nach Australien gekommen und hatte sich sehr bald in diesen Flecken Erde verliebt. Es dauerte einige Zeit, bis sie die ehemalige Schafweide erwerben und nach ihren Wünschen umgestalten konnten. Bäume wurden gepflanzt und nach und nach das Haus fertiggestellt. Seit beide nicht mehr berufstätig sind, vermieten sie nicht mehr das ganze Jahr durch, sondern gönnen sich auch mal eine Pause. Erst zwei Wochen zuvor sind sie von ihrem Urlaub auf Srilanka zurückgekommen. Dies erfuhren wir, als wir den Abend gemeinsam vor dem offenen Kamin verbrachten.

Sie erklärte uns alles, wies auf Sehenswürdigkeiten hin. Als sie von meinem Wunsch erfuhr, dass ich endlich mal einen Wombat in freier Wildbahn antreffen möchte, gab sie uns auch in dieser Richtung viele Tipps. Linda versprach sogar, sollten wir am letzten Abend immer noch keinen Wombat gesehen haben, fährt uns Larry in seinem Jeep solange herum, bis wir welche entdeckt haben.

Nach dem guten und reichhaltigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Nationalparks Wilsons Promontory. Unsere Gastgeberin hatte uns versichert, dass wir dort auch tagsüber Wombats sehen könnten. Auf einer Karte beschrieb sie uns die aussichtsreichen Plätze. Wir mussten Linda bremsen und ihr erklären, dass nicht alle Deutsche ausgeprägte Wanderer sind.

Die Wilsons Promontory ist eine Halbinsel im Bundesstaat Victoria, die im südlichsten Teil des australischen Kontinents liegt. Auf der Halbinsel befindet sich seit 1898 ein Nationalpark, der nur kurz als „the Prom“ bezeichnet wird und die größte Wildnis an der Küste von Victoria umfasst. Der Besuch des Parks hat sich gelohnt, auch wenn wir keinen lebenden Wombat entdecken konnten. Nach unserer Rückkehr erholten sich unsere schweren und müden Beine schnell im zur Verfügung gestellten Jacuzzi.

Am ersten Abend das Abendessen im Golfklub war nicht der Hit und deshalb nicht weiter erwähnenswert. Am darauffolgenden Abend ging es zu „Maxx“. Hier war das Essen gut, dafür der Service mangelhaft. Noch während des Essens kamen wir zu dem Schluss, dass Australien die servierten Speisen geschmacklich an die Preise anpassen sollten und dass der Servicebereich in den meisten Fällen noch gut ausbaufähig ist. Bei Maxx haben wir für ein Risotto (Pilze und Spinat) und Fish&Chips 76 $A, umgerechnet 48 € bezahlt.

Unsere Route

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