Es ist 13:00 Uhr. Wir sitzen am McCarran International Airport in Las Vegas. Nur noch der Flug über den Teich nach Frankfurt/Main und die Fahrt mit dem ICE zurück nach Ulm, dann ist unsere Reise zu Ende. Doch wie heißt es so schön: Nach der Reise ist vor der Reise. Eines der nächsten Ziele ist schon bekannt, mal sehen, wieviel Zeit noch vergeht. Ein letzter Flat White von Starbucks, nein dieses Mal nicht um das WLan zu nutzen, sondern weil uns diese Version am Besten schmeckt. Der Flughafen selbst verfügt über ein kostenfreies WLan.

Vorgestern sind wir am frühen Nachmittag in Las Vegas angekommen. Der Verkehr in den Straßen machte uns gegenüber dem Start unserer Reise nichts mehr aus. Waren wir zu Beginn der Reise des Öfteren an einer Ausfahrt vorbeigefahren und mussten dann einen anderen Weg zu unserem Ziel finden, passierte es uns dieses Mal nicht mehr.

Thomas hatte für den Reiseabschluss eine Unterbringung am Strip gebucht. Im Flamingo, Room 5077, gewährten bodentiefe Fenster einen reizvollen Ausblick auf High Roller, dem Riesenrad in Las Vegas.

Der Zugang zu diesem Objekt lag direkt hinter unserem Hotel, ebenso wie der Zugang zur Monorail. Trotzdem ist das noch eine Strecke zu laufen, weil das Flamingo ist nicht so hoch, nur 29 Stockwerke liegen über der dreigeschossigen Spielhalle mit Showrooms und dem Frontdesk des Hotels, aber hat eine große Ausdehnung. Wir hatten den Wagen im dazugehörigen Parkhaus abgestellt und machten unsere Besichtigungen fast alle zu Fuß.

Für den späten Nachmittag hatten wir uns Karten, angeblich 40 % billiger, für eine Percussionshow im Planet Hollywood besorgt. Wie uns ja schon bekannt war, ist die Einbeziehung der Zuschauer in die Show stärker als wir es von Deutschland kennen, doch dieses Mal bekam jeder Sticks und irgendein Küchenutensiel, ob Kochtopf, Blechschüssel oder Tablett, worauf er selber mit trommeln durfte. Der Krach war teilweise schon ohrenbetäubend.

Nach dieser Vorstellung schlenderten wir noch durch Weiten des Cesars Pallace um am Ende der Forum Shops den Untergang von Atlantis, amerikanische Version, mitzuerleben. Hier entdeckte Thomas dann auch die Cheesecake Factory und Fat Tuesday. Im Letzteren gönnten wir uns zwei Cocktails in 750 ml Gefäßen. Thomas wählte den legendären „190 Octane“ und ich einfach nur eine Margarita.

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zu einem der vielen Wohnmobilhändlern. Johnny Walker bot schon imposante Modelle. Danach ging es wieder zurück zum Strip. Wir besichtigten noch einige berühmte Casinos, wie z.B. „Excalibur“, „Paris“, „Bellagio“, „MGM“, „New York, New York“ und natürlich gehörten auch Fahrten mit der Monorail dazu. Wir wollten uns dafür gerade Karten besorgen, als uns andere ihre noch gültigen Tageskarten zur Verfügung stellten. Anfänglich freuten wir uns, warum sich jemand eine Tageskarte für die Monorail kauft, diese aber nach vier Stunden weiterverschenkt. Schon nach der ersten Fahrt war uns der Grund bekannt. Die Monorail fährt mit deutlichem Abstand an den Casinos vorbei und der noch zu leistende Fußweg bringt keine Ersparnis gegenüber dem normalen Weg über den Strip. Als die Rail damals geplant wurde, hatte die Stadt den Bau über den Strip abgelehnt, sie würde dessen Aussehen verschandeln.

Im Anschluss besorgten wir uns erneut vergünstigte Karten (39 %) für „Rock of Ages“ im Rio, eine Art Kurzfassung des gleichnamigen Films. Start der Veranstaltung, die wieder genau eine Stunde dauerte, war dieses Mal um 19:30 Uhr. Hier durfte das Publikum zu alten Rockhits kräftig mitsingen.

Danach wanderten wir wieder zum und durch das Cesars Palace, um endlich ein Stück Käsekuchen von der Cheesecake Factory zu verdrücken. Thomas wählte Vanilla-Cheesecake und ich Lemmon-Merinque-Cheesecake. Geschmacklich sehr lecker und locker, doch leider viel zu süß. Mit einem Refill in unseren doppelwandigen Cocktailgefäßen vom Vortag, dieses Mal beide Margarita, beendeten wir den Abend und bummelten zu unserem Hotel zurück.

Nach einem mächtigen Frühstück beim Dinner brachten wir unseren Leihwagen zurück. Und nun sitzen wir hier und warten auf unseren Abflug.

Inzwischen ist es 15:35 Uhr und wir sitzen im ICE nach Ulm. Unser Abflug in Las Vegas verzögerte sich um eineinhalb Stunden. Wir saßen sehr weit hinten und das Flugzeug der Fluggesellschaft Condor war sehr laut. Die engen Sitzreihen und die Ausbreitung meiner Nachbarn ließen mich auf dem zehneinhalb Stunden dauernden Flug nicht schlafen. Ich hatte gleich zu Beginn des Fluges das Unterhaltungspaket für 8 € dazu gebucht und schaute so einen Film nach dem anderen. Nach der Landung in Frankfurt/Main ging die Abfertigung zügig vonstatten, nur auf das Gepäck mussten wir sehr lange warten. Thomas hatte inzwischen online gecheckt, dass wir noch einen durchgehenden ICE erreichen  könnten, weil der mal wieder 15 Minuten Verspätung hatte. Beim Abflug war das Wetter in Las Vegas wie gewohnt sonnig und 34 °C, hier in Deutschland ist es leider bewölkt und nieselt ein bisschen. Auch das Thermometer zeigt nur 15 °C. Damit endet unser Bericht über diese Reise.

Zeit für ein kleines Resumee:

Als Leihwagen hatten wir uns einen Compass on Jeep ausgeliehen. Er bot uns ausreichend Platz, war nur in den Bergen etwas schwach auf der Brust. Für San Francisco würde ein kürzeres Modell nicht so viel Schwierigkeiten bei der Parkplatzsuche machen.

WLan in den USA. Wird bis in Las Vegas überall kostenfrei angeboten. Doch oftmals ist es sehr langsam. Thomas hatte sich zu Beginn der Reise eine Prepaidkarte von AT&T mit 5 GByte Datenvolumen geholt. Dies war eine sehr gute Entscheidung und half uns oftmals aus der Klemme.

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