Wir verließen Apollo Bay nach dem Frühstück mit Ziel Port Fairy. Die Great Ocean Route führte leider nur einen geringen Anteil an der Küste entlang, doch das war nicht so schlimm, weil es die meiste Zeit regnete oder dicke Dunstschwaden uns die Sicht aufs Meer verhinderten.

Die Zwölf Apostel sind eine echte Touristenattraktion. Das Gleiche gilt für die Arche. Waren wir auf der Straße fast immer allein unterwegs, trafen wir bei diesen Aussichtspunkten immer auf überfüllte Parkplätze. Außerdem gab es viel unterhaltendes zusehen: Was bestimmte Personengruppen alles machten, um aus ihrer Sicht das ideale Foto hinzubekommen!

Die Küste wird auch Schiffswrackküste genannt und dies nicht ohne Grund: Hohe Wellen peitschen gegen die hoch aufragenden Kalksteinfelsen. Man vermutet, dass über 700 Schiffe im Laufe der Jahrhunderte an dieser Küste gekentert sind. Aufgrund des schlechten Wetters haben wir keine weiteren Stopps eingelegt.

Zufällig entdeckten wir am Wegesrand eine „Käsefabrik“. Das mussten wir uns näher ansehen. Überall in den Verkaufs- und Imbissräumen liefen die Fernseher. In wenigen Minuten startete der Melbourne Cup. Da wir die ganzen Käsesorten nicht kannten, bestellten wir uns eine Auswahlplatte. Wir mussten sehr lange darauf warten und dann gab es nur eine sehr homöopathische Menge an Käse, reichlich verziert mit Chips und Obst. Kaum aufgegessen setzten wir unsere Fahrt fort und vergessen war das Pferderennen, dass den Kontinent bewegt.


Am späten Nachmittag erreichten wir Port Fairy. Wir hatten ein kleines Zimmer im wunderschönen Oscars Waterfront Boutique Hotel, das direkt am Hafenkanal lag.

Hagelschauer verhinderten erstmal eine Besichtigungstour und so genossen wir eine heiße Tasse Tee. Kaum schien die Sonne wieder, machten wir einen Spaziergang auf Empfehlung der Gastgeberin um die nahe gelegene Insel. Am Leuchtturm entdeckten wir in den Büschen ein Wallaby, das genüsslich an den Blättern der Büsche zupfte.

Der Ort selbst machte eher einen verschlafenen Eindruck. Dazu kam, dass heute am „Cup Day“ die Geschäfte und die meisten Gaststätten geschlossen hatten. Für Abendessen fanden wir zwar einen Italiener, doch das Essen schmeckte nicht.

Unsere Route

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