Am Samstagmorgen hatten wir uns für 09:00 Uhr ein Taxi bestellt, wir wollten dieses Mal 2 Tempel, die südlicher von Ubud liegen besichtigen und anschließend irgendwo an den Strand und ein wenig in den Ozean hüpfen. Das Wetter dazu war genau richtig – strahlender Sonnenschein.

Unser erstes Ziel war der Taman Ayun Temple, der Routenplaner zeigte an, dass wir dorthin nur eine Fahrt von 20 Minuten haben werden. Dies stimmte in der Berechnung nicht ganz, weil der Verkehr meist keine Geschwindigkeit über 50 km/h zulässt. Wir hatten auch Leonie gefragt, ob sie mit möchte, doch sie hatte keine Zeit.

Dieses Mal begleitet uns aber Xavier. Begleitet ist der richtige Ausdruck, denn er fuhr uns auf seinem geliehenen Scooter uns hinterher. Er liebt wie ich dieses Fortbewegungsmittel und erzählte uns schon zuvor, wo überall er schon mit seinem Roller gewesen ist. Xavier ist Franzose, war 2 Jahre nur auf Reisen gewesen und hat sich jetzt für eine unbestimmte Zeit in Berlin niedergelassen. Hat eine eigene Softwarefirma mit mehr als 10 Angestellten und ist jetzt alleine für 2 Monate hier auf Bali.

Die Tempelanlage gefiel uns ganz gut, sie ist sehr gepflegt und derzeit entstehen an zwei Stellen neue Gebäude. Nach der Besichtigung nannten wir unserem Taxifahrer unser nächstes Ziel.

Die Fahrt zum Tanah Lot Tempel dauerte auch länger als die ermittelten 45 Minuten. Auf diese Tempelanlage freuten wir uns alle, sie liegt nämlich an der Küste. Leider darf wie bei allen Tempeln, die wir bisher besichtigt haben, der Hauptteil nur durch die Gläubigen betreten werden. Dies war hier besonders schade, weil dieser Teil liegt auf einem Felsen vor der Küste. Doch wir fanden unweit an der Küste ein Café, das ein bisschen höher lag als der Felsen und wir genossen diesen wunderschönen Ausblick.

Nun wollten wir irgendwo an den Strand. Von unserem Besuch in Canggu hatten wir ja schon einen Strand gesehen, doch wir wollten einen Strand mit weißem Sand und der Möglichkeit ins Wasser zu gehen. Nach längerer Diskussion mit dem Taxifahrer war auch Strand gefunden, der lag ganz im Süden von Bali. Und wie das bei den Taxifahrern hier so ist, sie wollen die Touristen gerne herumkutschieren. Dies aber auf möglichst kurzen Strecken, mit vielen Besichtigungspausen. Das bringt Geld für die Pausen und spart Benzin. Es dauerte also auch nicht lang, bis er auf der Fahrt erneut mit Thomas zu diskutieren anfing, ob ein anderer Strand nicht doch besser für uns wäre. Und so landeten wir wieder an einem Strandstück von Canggu.

Dieser war jedoch wirklich schöner. Die weißen und schwarzen Sandkörner des Strandes ließen den Sand grau erscheinen. Es war auch wieder ein Müllberg in der Nähe, doch der breite Strand und das Wasser haben uns entschädigt. Ich denke, die Wassertemperatur war über 28 ° C und dann diese Wellen, einfach traumhaft. So richtig schwimmen war zwar nicht drin, aber das machte nichts. Es war einfach herrlich immer wieder unter den großen Wellen durchzutauchen. Wir waren so begeistert, dass wir erst auf dem Heimweg so nach geschätzten 2 Stunden merkten, dass wir nicht ein Bild gemacht hatten.

Wie das eben so am Sandstrand ist, zuhause angekommen, war immer noch hier und da Sand zu finden. Also ging es erst einmal unter die Dusche. Wir hatten unseren Aufenthalt in der Sonne gerade noch rechtzeitig beendet. Die Rötungen an so mancher Stelle zwickten zwar unter der Dusche, waren aber ansonsten nicht weiter schlimm. Wasserfeste Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 ist bei dieser Sonne nur kurze Zeit ausreichend. Xavier, der noch etwas länger am Strand geblieben war, hatte da schon stärkere Rötungen. Er war ja durch seine Fahrt auf dem Roller auch viel länger der Sonne ausgesetzt.

Am Abend gingen wir für das Abendessen zum unweit gelegenen Mexikaner „La Pacha Mama“ mit veganer Küche. Dort trafen wir noch andere aus dem Roam. Leider war eine Unterhaltung dort nur schwer möglich. Zum einem spielte dort eine Liveband, aber auch in den pausen war die Musik, die aus den Lautsprechern kam nicht viel leiser. Doch das Essen war überraschend und wirklich lecker.

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