Nun, es ist schon zwei Tagen her, als ich das letzte Mal geschrieben habe. Muss schon ein bisschen überlegen, was denn so alles passiert ist:
Am Tag zuvor, also am Montag hatte Thomas mit Martin und Tanja sich über WhatsApp verabredet. Die beiden machen zusammen mit Tobias und „Krümel“ ebenfalls Urlaub hier auf Bali. Tobias und Krümel kommen schon seit Jahren hier her, um zu surfen.

Das Frühstück nahmen wir heute in dem benachbarten veganen Restaurant „Alchemy“ ein. Dieses ist bekannt für seine Obstschalen. Man kann unter den vielen Obstsorten sich drei aussuchen, dazu gibt es noch zwei verschiedene Dinge zum Knabbern oben drauf und einen Smoothie. Bei den Obstsorten wählten wie beide das Gleiche, Drachenfrucht, Mango, Honigmelone.

Von Alex haben wir einen Taxifahrer empfohlen bekommen und der brachte uns am Dienstag nach 14:00 Uhr erst einmal zum Bird Park Bali. Dieser liegt von Ubud aus auf halber Strecke nach Canggu. Dort haben sich die Vier ein Ferienhaus gemietet und wir wollen uns dort gegen 19:00 Uhr zum Essen treffen.
Kaum hatten wir den Vogelpark erreicht, fing es auch schon an zu regnen. Doch wir hatten Karten gebucht und ich wollte unbedingt hinein, hatte mich schon darauf gefreut. Es hörte auch bald wieder auf und so starteten wir unseren Rundgang. Ein wirklich schön angelegter Park. Neben den gewohnten Volieren gab es auch begehbare Bereiche, in der die Vögel sich frei bewegten. Sicher waren sie Besucher gewohnt, doch die wenigsten davon waren zahm. Ich hätte Stunden darin verbringen können.

Leider fing es wieder an zu regnen und so flüchteten wir in eins der Cafés. Nach einer gefühlten halben Stunde hatten wir den Eindruck, dass es gleich aufhört. Doch das war nur um uns aus dem Café zu locken. Kaum waren wir wieder unterwegs schüttete es erneut. Wir flüchteten erneut in ein Café und beschlossen dort, den Besuch abzubrechen.

Wir hatten zwar auch Karten für den Reptilien Park, der zum Park dazugehörte, doch wir waren inzwischen schon gut nass geworden. Und so machten wir uns auf den Weg nach Canggu, ein ehemaliges Fischerdorf, das schon vor Jahren von den Surfern entdeckt worden war. Wir hatten durch den Regen doch mehr Zeit im Vogelpark verbracht, als wir geplant hatten und so erreichten wir Canggu erst so gegen 17:30 Uhr.

Unser Fahrer setzte uns in Strandnähe ab. Nach einem Spaziergang am Strand entlang setzten wir uns in eine der vielen Bars, wählten das Sonderangebot von drei Bier für 50.000 IDR (indonesische Rupien, umgerechnet 3,56 €) und schauten den Männer und Frauen beim Surfen zu. Wir hatten es gut erwischt, zusätzlich hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir waren somit auch gut beschäftigt, diesen auf Bildern/Film festzuhalten. Immer wieder hofften wir, genau den richtigen Moment zu erwischen.

Kurz vor 19:00 Uhr brachte uns unser Fahrer zum „Deus“. In diesem Restaurant mit internationaler Küche treffen sich die jungen Leute und auch die Surfer. Dies könnte man zumindest vermuten, denn davor ist ein riesiger Parkplatz gefüllt mit Scootern. Auch Thomas seine Freunde kamen jeder mit seinem eigenen Roller. Wir haben wirklich lecker gegessen, Thomas hatte endlich mal wieder einen Burger und ich Pork Ribbs. Martin war endlich wieder genesen dafür hatte es jetzt Krümel erwischt. Trotzdem schön, dass ein Treffen so weit weg von zu Hause geklappt hat.
Kurz nach 23:00 Uhr lagen wir dann wieder in unseren Betten.

Das Highlight von gestern sollte ein Kochkurs sein. Wir hatten uns tags zuvor über Facebook angemeldet. Das offizielle Kochen sollte und fand auch um 19:00 Uhr statt. Die Vorbereitungen dazu waren für 15:00 und dann für 17:00 Uhr angekündigt. Darauf hatten wir unseren Tag geplant, doch es passierte nichts. Um 19:00 Uhr erschien dann die Köchin, die bereits alles Notwendige bei sich zuhause erledigt hatte. Kochkurs konnte man dies nur wirklich nicht nennen. Mit ihren Assistenten/innen machte sie das, was noch zu tun war und wir alle saßen drum herum und unterhielten uns. Keine Rezepte sondern nur vier Hinweise: Huhn mit mehr als 15 Gewürzen über Nacht in ein Bananenblatt eingewickelt und darin dann auch geschmort, Fisch ebenfalls in Bananenblatt gewickelt und gegart, Stinkfrucht einerseits gekocht und andererseits mit anderem Gemüse zu Salat verarbeitet. Und dann noch Saté, Hähnchenmett auf das dickere Ende von Zitronengras geformt und gegrillt.
Ich hatte mir fest vorgenommen, die Köchin nach getaner Arbeit nach dem Rezept zu fragen, doch kaum war das Essen fertig, war sie verschwunden und das Personal vom Roam übernahm die Austeilung des Essens.
Wir haben noch lange zusammengesessen und uns unterhalten. Die Gruppe war dieses Mal noch größer als beim 1. Mal. Auch dieses Mal war es für mindesten zwei der letzte Abend, am nächsten Tag ging es für zwei die wieder nach Hause, Michiel nach Amsterdam und Tim Ear nach Melbourne. Tim war hier für einige Wochen, nur für intensives Yogatraining. Hat sich auch total vegan ernährt und keinen Alkohol zu sich genommen. Er gab aber zu, dass er sich darauf freut, in vierzehn Tagen wieder Bier trinken zu dürfen.

Heute wollten wir dann ein wenig fleißig sein und Unternehmungen für die nächsten Tage planen, doch leider gibt es Schwierigkeiten mit dem Netz. Nicht nur im Roam kommt man schwer ins Internet, Thomas bekommt auch nur sehr schlechte Verbindung über seine Sim-Karte. So waren wir ein wenig Schwimmen im Pool, haben uns nach Mietfahrrädern umgesehen. Diese sind aber alle durchweg zu klein für Thomas, also keine Bikes. Stattdessen haben wir uns mit dem Taxi zum nächsten Supermarkt bringen lassen und dort ein wenig Obst und Müsli eingekauft. Nun sitzen wir wieder auf der Dachterrasse und hoffen darauf, das eine oder andere, Unteranderem auch diesen Bericht online zu bekommen. Für morgen früh haben wir uns mit Sarah & Dillon schon um 6:00 Uhr verabredet. Da wollen wir gemeinsam zum Markt. Dieser ist zwar täglich aber wegen der Temperaturen nur bis 06:30 Uhr geöffnet. Ab dann übernehmen die Händler, die den Touristen „ganz seltene“ Dinge verkaufen.

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