Gestern früh starteten wir nach dem Frühstück in Richtung unseres neuen Stopps – dem Addo Elephant Park. Zuvor wollten wir jedoch nach Sommerset East. Wir hatten in unser Navi die Kirche des Ortes eingegeben, doch es zeigte sich, dass die Karten schon sehr veraltet waren, denn der Navi leitete uns zu einer Stelle außerhalb des Ortes. Auf eigene Faust wurden wir auf der Hauptstraße dann doch noch fündig – leider verschlossen.

Kurz nach Mittag bei unserer Ankunft im Addo Elephant Park meldeten wir uns für einen Morning Drive an und fuhren dann in den Park. Ganz ehrlich – so einen großen Park hatten wir nicht erwartet. Ein verwirrendes Netz an Wegen durchschauten wir erst nach einer Weile. Nicht nur der Park mit seinen 600 Quadratkilometern war gewaltig, auch der Preis für den Morning Drive ganz ordentlich. Der Park unterschied sich auch sonst von den bisherigen. Es gibt hier neben Savanne, Steppe, sehr viel Buschland und es war von hügelig bis bergig. So manche Steigung machte unserem Wagen ganz schön zu schaffen.

Dazu kam, dass wir in unserem PKW zu niedrig saßen und so nur in den Busch und nicht darüber hinweg schauen konnten. Das machte die Entdeckung von Elefanten recht schwierig. Dafür wurden wir ein paar Mal von ihnen überrascht. Erst trat einer aus dem Busch heraus, an Stellen, an denen wir es nicht erwartet haben. Und dann folgten weitere und in ihrer Mitte waren immer Jungtiere. Gestern in der Sonne hatte ihre Haut eine beige glänzende Farbe.

Auf unserer dreistündigen Fahrt durch einen kleinen Teil des Parks sahen wir auch noch Zebras, Eland, Kudu, Hartebeest und Landschildkröten. Bezüglich der Letzteren wurden wir aufgeklärt, dass Landschildkröten im Englischen Tortoise und Wasserschildkröten Turtle genannt werden. Von den Landschildkröten sahen wir unterschiedliche Größen, ganz kleine (zirka zehn Zentimeter), dass man sie am Liebsten in die Tasche gesteckt hätte, bis sehr groß.

Gegen Abend machten wir uns auf den Weg zu unserer Unterbringung außerhalb des Parks. The Elephant House, das kleine Landhaus liegt nur einige Minuten vom Addo Elephant Park. Kühle Zimmer unter Strohdächern, zwei Swimmingpools und großzügige Verandas im Schatten einheimischer Bäume laden zum Verweilen ein. Hier wurde uns mit den anderen Gästen zusammen ein leckeres Abendessen serviert. Leider konnten wir die Anlage nicht voll genießen, da wie schon beschrieben, wir uns gestern im Park aufhielten und heute hat es von früh an geregnet.

Bereits um vier Uhr war erst mal unsere Nacht zu Ende. Ausreichend Hektik, weil erst der Autoschlüssel nicht zu finden war und wir anschließend in der Dunkelheit an der Abfahrt zum Park vorbei fuhren ließ uns jedoch wach werden. Dank unseres Reiseplaners konnten wir anhand der Geokoordinaten den Eingang zum Park doch noch rechtzeitig wieder finden. Dafür fing es in dem Moment an zu regen, als wir im offenen mit Sitzbänken ausgestatteten Kleinlaster Platz genommen hatten. Unsere Liste der gesehenen Tiere vom Vortag wurde bestätigt und um zwei Schakale und einem Büffel erweitert. Zuerst die Dämmerung und dann der Regen erschwerten das Fotografieren erheblich.

Ausgekühlt gab es nach dem Frühstück im The Elephant House eine heiße Dusche und dann wurde Schlaf nachgeholt.

Am Nachmittag, es regnete hier immer noch ein bisschen, machten wir einen Abstecher in das 65 Kilometer entfernte Port Elisabeth. Wir fuhren dort an dem sehr langen Strand entlang. Mit bedecktem Himmel hatte es nur 19 °C und dazu ging auch noch ein kühler Wind, doch es hatte zumindest aufgehört zu regnen. An manchen Stellen am Strand konnte man sich gut vorstellen, am Nordseestrand zu sein.

Gegen Abend gab es im Coachman Restaurant für den einen ein Steak und für den anderen einen Burger (schmunzel). Hier sitzen wir jetzt immer noch und genießen die Aussicht auf den Indischen Ozean.

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Unsere Route:

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