Früh sind wir gestartet, nachdem wir unser Frühstück eingenommen hatten, doch leider in die falsche Richtung. Thomas meinte gestern bei der Fahrt durch die Mojave Wüste, den Eingang zum Joshua-Tree-Nationalpark gesehen zu haben. Während wir erneut in die Wüste hinein fuhren, kontrollierte er mit Google Maps unser Ziel und musste feststellen, dass dieses genau entgegengesetzt lag. Doch so hatten wir die Gelegenheit, die gestern versäumten Fotos von den Briefkästen zu machen.

Als wir dann den West Entrance zum Park erreichten, hatte sich dort schon eine lange Autoschlange gebildet. Dank unseres Annual Pass hatten wir freien Zutritt und für die Nachflogenden gab es durch uns keine Verzögerung. Der Joshua-Tree-Nationalpark ist so groß, dass die verschiedenen Aussichtspunkte nur mit dem Auto erreicht werden können. Ein Shuttle System, wie in den anderen Parks, gibt es hier nicht. Uns war dies einerseits recht, denn so konnten wir unseren Plan wahr machen und den Park am südlichen Eingang wieder verlassen und erreichten dort auch sofort die Interstate 10 in Richtung Los Angeles. Andererseits fanden wir nicht bei allen Sehenswürdigkeiten Platz für unser Auto und mussten dementsprechend wie z. B. beim Barker Dam weiter fahren.

So nah an der Mojave Wüste hatte ich nichts Außergewöhnliches erwartet. Desto überraschter war ich, als ich die Steinformationen und die Flora, die natürlich zu geschätzten 70 % aus Joshua Trees bestand, zu Gesichte bekam. Joshua Tree (Yucca brevifolia) gehört zu den Yucca Gewächsen und wir haben gut 5 Meter hohe Pflanzen gesehen. Nur die Enden sind grün, den Stamm bildet der abgestorbene Teil der Pflanze. Doch auch ganz abgestorbenen Planzen enthalten noch Leben. Als ich versehentlich an einen Stamm klopfte, kamen sofort zwei Eidechsen heraus und flüchteten.

Wir erreichten die Aussichtspunkte Quail Springs, Hidden Valley, Keys View und Jumbo Rocks nur mit Verzögerung, immer wieder veranlassten uns Fotomotive, die Fahrt zu unterbrechen.

Den letzten Stop in dem Park machten wir im Cholla Cactus Garden, eine ganz besondere Sehenswürdigkeit. 

Wie oben schon erwähnt, haben wir den Park im Süden verlassen, doch ohne irgend eine Kontrolleinrichtung vorzufinden.

Die Fahrt nach San Diego verlief ohne Besonderheiten. Wir fuhren zuerst über die Interstate 10, die wir schon an anderer Stelle befahren hatten, in Richtung Westen und dann über die Interstate 215 und 15 in Richtung Süden. Hatten wir im Park so um die 93 °Fahrenheit so war San Diego mit 65 °Fahrenheit eher kühl.

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Dieses Mal hatte Thomas ein Zimmer im Hilton gebucht und von unserem Zimmer 719 aus, sahen wir direkt auf das Covention Center hinunter. Das Hotel liegt in Downtown, direkt neben dem bekannten Gaslamp Quater. Nach dem wir im Union Kitchen & Tap heimisches Bier zu Steak mit grünem Spargel und Süßkartoffelfrites (Thomas) und einem Gericht mit Shrimps, es schmeckte außergewöhnlich gut, genossen hatten, spazierten wir noch durch die stark belebten Straßen eben dieses Gaslamp Quartier und fielen anschließend todmüde ins Bett.

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