Unsere Einkäufe hatten wir bis auf ein paar Bananen verzehrt, die Koffer waren gepackt, also auf ging es zum nächsten Ort. Zuvor wollten wir jedoch noch an die Hyams Beach. Wir können doch nicht die Gegend verlassen, ohne den weißesten Strand (laut Guinnessbuch der Rekorde) gesehen zu haben.

Heute war Sonntag und es waren bereits viele Leute unterwegs zum Strand – die meisten davon ausgerechnet zu dem Strand, zu dem wir auch wollten. Nach dem wir weit abgelegt endlich einen Parkplatz ergattert hatten, stiegen wir hinab zum Strand. Ob der immer so begehrt ist? Heute war er schon gut gefüllt und es kamen immer mehr. Viele hatten alles dabei, was man für ein Barbecue brauchte. Trotz heißer Sonne, leuchtendem Sand war offensichtlich ein längerer Aufenthalt am Strand geplant. Wir jedoch wollten nicht bleiben. Auf dem Weg zurück zum Auto sahen wir weit ab von dem ganzen Treiben eine Frau, die im Schatten ein Buch las. Diese Art den Sonntag zu verbringen gefiel mir.

Das Gästehaus liegt nördlich von Merimbula in Tura Beach an der Sapphire Coast. Der zum Haus gehörende Pool, mit heimischen Pflanzen umgeben, ist gut geschützt. Wir hatten gerade die Koffer aufs Zimmer gebracht, da wussten wir warum: Kängurus und Wallabies konnte man fast zu jeder Tageszeit hier antreffen. Wombats würden auch kommen, versprach uns die Gastgeberin, doch daran glaubte ich nicht so recht, da im Garten keine Hinterlassenschaften, damit markieren sie ihr Revier, zu finden waren.

Wir waren die einzigen Gäste und unser Apartment hatte direkten Zugang zum Garten und damit auch zum Pool. Unser Zimmer teilte sich in einen Schlaf- und Wohnbereich. Bodentiefe Fenster ermöglichten uns den direkten Blick in den angelegten Teil des Gartens. Ab und zu sah man hinter den Büschen Kängurus vorbei hüpfen. Mit Einbruch der Nacht hofften auf Wombat, leider vergebens.

Auf Empfehlung der Gastgeberin genossen wir das Abendessen im „Pier One“ in Merimbula. Beide Gerichte waren sensationell und auch der Nachtisch verwöhnte den Gaumen. Eine sehr freundliche Bedienung veranlasste uns, Trinkgeld herauszurücken. Obwohl es in Australien keine Bedingung ist, wird es in der Höhe von 10 % des Verzehrten sehr gerne genommen.

Nach einem sensationellen Frühstück, Thomas bekam mal wieder seine geliebten „Eggs Benedict“, drehten wir eine Runde durch den Ort Tura Beach. Die reine Wohnanlage liegt etwas höher und hat nur einen steilen Zugang zu einem wunderschönen Strand. Wir sind danach noch ein wenig durch die Gegend gefahren und haben dann aber beschlossen, den Tag in dem schönen Garten zu verbringen. Abends gab es Pizza und heimisches Bier auf der eigenen Terrasse.

Im Garten haben wir immer wieder im Außenbereich unsere Runden gedreht und sind so immer wieder auf Kängurus getroffen. Süß, wie sie ein so anschauen, als wollten sie sagen: „Wer bist du und was willst du in meinem Garten.“ Besonders, wenn man in die Hocke geht, bleiben sie recht lange sitzen, erst wenn man dann wieder aufsteht, hüpfen sie davon. Als wir uns die Pizza geholt haben, sahen wir auch fünf Kängurus direkt durch die Gärten entlang der Straße hüpfen, nur wenige Schritte vor dem Auto, bis sie irgendwann nach links verschwanden.

Unsere Route

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